Urlaub im Kupferhof

Und es gibt ihn doch: den Ort, an dem Mama, Papa und ich mal Urlaub machen können. Der Kupferhof in Hamburg – ein deutschlandweit einzigartiges Kurzzeit-Zuhause für besondere Kinder für mich. Der Clou dabei: Hier können wir gemeinsam Urlaub machen – und waren jetzt schon zum dritten Mal im Kupferhof; das erste Mal mit unserem neuen Auto… 😉

Das Konzept ist jedenfalls klasse: Für besondere Kinder wie mich gibt es eine Rund-um-die-Uhr-Pflege und -Betreuung; die Eltern wohnen ebenfalls im Kupferhof bei Vollpension. Das bedeutet, dass Mama und Papa mich nicht einfach irgendwo „an der Tür“ abgeben, sondern mit dabei sind und trotzdem Ruhe, Entspannung und Erholung genießen können. Mama und Papa sind hier nicht immer zuständig für mich. Stattdessen kümmern sich tolle Pflegekräfte im Dreischicht-Betrieb um mich.

Hinter dem Kupferhof steht der Verein „Hände für Kinder„, der wiederum – wie es oftmals der Fall ist – durch das Engagement zweier betroffener Väter entstanden ist. Beide haben als Betroffene gesagt: Wieso gibt es eigentlich keine Einrichtung, die auf die Bedürfnisse der Familien mit besonderen Kindern zugeschnitten ist? Und so haben sie kurzerhand den Verein gegründet, später die wunderbare Immobilie gefunden und den Kupferhof eröffnet…

Finanziert wird mein Aufenthalt zwar über die Pflegekasse und die Sozialhilfeträger – trotzdem ist der Kupferhof aber auch auf Spenden angewiesen, um das tolle Gesamtangebot überhaupt anbieten zu können. Wer „Kupferhof-Buddy“ werden möchte, kann gerne (bzw. sollte unbedingt!) Mitglied im „Freundeskreis“ werden! Helft unbedingt mit und unterstützt den Kupferhof, das tolle Team und dieses wunderbare Angebot!

Wir fahren dieses Jahr nochmal hin, und zwar für eine Woche in den Herbstferien im Oktober. Ich freue mich schon wieder darauf – und Mama und Papa auch… 😉

Wundertüte 2.0

Was waren die vergangenen Monate aufregend! So vieles ist passiert, seit ich meinen Blog vor gerade einmal 10 Monaten, im Juli 2016, gestartet habe. Zeit für eine erste Zwischenbilanz – auch wenn die normalerweise immer erst nach einem Jahr oder später gezogen wird. Aber nach der Erfüllung eines ersten Herzenswunsches ziehe ich die Zwischenbilanz ganz bewusst vor…

Mama und Papa sind in den vergangenen Tagen natürlich von ganz vielen Seiten angesprochen worden. Besonders der Artikel in der NOZ vom unglaublich tollen „Auto-Sponsoring“ der Meppener Firma „Pro Urban“ hat ganz viele weitere Menschen auf meinen kleinen aber feinen Blog geleitet. Und natürlich freuen sich alle für mich und uns mit, dass mein erster Herzenswunsch so schnell erfüllt werden konnte – damit konnte ja nun wirklich niemand rechnen.

Nach dem Stöbern in meinem Blog haben aber auch einige ganz vorsichtig gefragt, ob wir denn jetzt überhaupt noch weitere Unterstützung benötigen, wenn doch der erste Herzenswunsch erfüllt wurde. Und klar: Die Frage ist ja auch berechtigt – und beantworte ich gerne. Ich sage dann immer: Natürlich ist eine weitere Unterstützung willkommen! Denn ich habe ja noch zumindest einen weiteren großen Herzenswunsch: die Delphintherapie. Die ist ja nun mal doch ziemlich kostenintensiv; eine Beteiligung der Krankenkasse oder anderer Kostenträger ist ja leider ausgeschlossen, da die Delphintherapie trotz mittlerweile zahlreicher positiver Studien nicht anerkannt wird.

Neben diesem zweiten Herzenswunsch gibt es aber noch weitere Wünsche, Maßnahmen, Projekte, die allesamt kostenintensiv sind und entweder gar nicht oder nur zum Teil unterstützt oder gefördert werden: Das sind z.B. die Hippotherapie, weitere erforderliche Betreuungsmöglichkeiten, künftige notwendige barrierfreie Umbauten und, und, und… Fest steht: Auf Mama, Papa und mich kommen auch künftig Kosten zu – und deshalb freuen wir uns auch weiter über jede Hilfe und sind dafür sehr, sehr dankbar! Sozusagen „Amelie Wundertüte 2.0“ 😉

Wunder geschehen

Es gibt sie doch: die Situationen, die eigentlich undenkbar und unvorstellbar sind, dann aber doch eintreten. Genau dafür gibt es ein schönes und passendes Wort – das Wunder. Mir ist jetzt ein solches Wunder passiert: Das Meppener Familienunternehmen Pro Urban sponsert uns ein rollstuhlgerechtes Auto!

Aber mal alles der Reihe nach. Wie Ihr wisst, habe ich meinen Blog im vergangenen Sommer gestartet – und hier auch von meinen beiden Herzenswünschen berichtet: ein rollstuhlgerechtes Auto und eine Delphintherapie. In den vergangenen Wochen und Monaten haben ganz viele Menschen meinen Blog gefunden – mal zufällig, mal durch Mund-zu-Mund-Propaganda. So war es auch bei den beiden Geschäftsführern von Pro Urban, Marisa Möller und Torsten Jansen. Beide hatten über meinen Patenonkel von mir und meinen Wünschen und Träumen erfahren – und sich kurzerhand dazu entschlossen, mir einen Herzenswunsch zu erfüllen! Und zwar das rollstuhlgerechte Auto!

Am Mittwoch war es dann soweit: Marisa Möller und Torsten Jansen konnten Mama, Papa und mir das neue Auto übergeben – das war ein unglaublicher Moment. Es ist gar nicht so richtig in Worte zu fassen, was dies alles insbesondere bei Mama und Papa für Emotionen auslöst: Dankbarkeit, Erleichterung und auch eine Art Aufbruchstimmung. Denn das neue tolle Auto eröffnet mir und uns ganz neue Möglichkeiten! Durch den rollstuhlgerechten Umbau des VW Caddy Maxi mit dem neuartigen „EasyPull“-System ist es jetzt viel einfacher, mich im Rolli zu transportieren. Mit der „Easy Pull“-Vorrichtung werde ich vollautomatisch in den Caddy gezogen – Mama und Papa müssen mich also nicht mal die Rampe hochschieben!

Mama und Papa sind dem gesamten Team von Pro Urban um Marisa Möller und Torsten Jansen für ihr einzigartiges „Amelie-Sponsoring“ sehr, sehr dankbar. Und wie gesagt: Manchmal geschehen doch Wunder…