Kleiner Buchtipp

Ab und zu gebe ich Euch ja einen kleinen aber feinen Buchtipp – sozusagen als „Amelies literarisches Solo“… 🙂 . Mein Tipp ist das Buch „Reset“ von Ricarda Niewerth – sehr lesenswert…

Erst mal vorab: Ich kriege für meine Tipps kein Geld – wenn ich ein Buch entdecke, das irgendwie einen Bezug zu mir hat und für Euch interessant sein könnte, dann gebe ich die Info nur allzu gern weiter…

Jetzt fragen sich bestimmt viele von Euch: Wer ist Ricarda Niewerth? Die ist auf irgendwelchen SPIEGEL-Bestsellerlisten ja bislang noch nie aufgetaucht… Ricarda ist die leitende Therapeutin im Delphintherapiezentrum auf Curacao. Na, klingelt’s??? 😉

Als ich vor mittlerweile mehr als einem Jahr dort war, haben wir Ricarda natürlich auch kennengelernt – und waren von ihr tief beeindruckt (wie von den anderen TherapeutInnen auch). Mama und Papa hatten von ihr viel Input zur Sensorischen Integrationstherapie bekommen, die ja den Kern der Delphintherapie bildet.

Ricarda ist schon seit vielen Jahren auf Curacao und hat daher viele Menschen und deren Schicksale, Lebenswege, Erfahrungen, Erlebnisse, Emotionen, Erfolge und auch Rückschläge kennengelernt. Und genau diese Geschichten sind der Kern ihres Buches. Interessant, lebensnah, persönlich und „echt“ geschrieben. Geschichten, die Mut machen und machen sollen. Sehr lesenswert.

Also, wer noch ein Weihnachtsgeschenk sucht (ist ja nicht mehr lange hin!), dem kann ich das wärmstens empfehlen!

Musikalische Vorfreude

So Leute, Klinik und OP sind abgehakt – der Schul- und auch Hilfsmittelalltag hat mich wieder in all seinen Facetten. In meinem Alltag gibt es aber ein ganz besonderes Highlight: Ich darf bei einem inklusiven Musikprojekt mitmachen!

Aber mal wieder alles der Reihe nach: Kaum zuhause bzw. in der Schule, stand schon der Gipsabdruck für meine neuen Unterschenkel-Orthesen auf meinem Stundenplan. Außerdem hat mein Rehatechniker meinen ersten „roten Flitzer“ abgeholt. Der wird sozusagen „generalüberholt“ – mein rasantes Wachstum sei Dank…

Beide Sitzschalen – vom Rolli und meinem „Zuhause-Stuhl“ – müssen angepasst werden. Das heißt: Sitztiefe länger, Sitzbreite hinten breiter, vorne dagegen etwas enger. Tja, die Pubertät macht auch vor mir nicht Halt… Bald heißt es wieder probesitzen – ich bin gespannt…

Ich habe aber noch was richtig Tolles zu berichten: Ich darf in diesem Schuljahr an einem ganz besonderen Musikprojekt teilnehmen! Mehr will ich noch nicht verraten, denn wir haben gerade angefangen. Nur schon mal soviel: Das Projekt ist vorbildliche Inklusion und wird von einer Osnabrücker Stiftung gefördert. Mehr dazu bald… 😉

Gipsbefreit durch die Nacht

Zugegeben – ich habe ein bisschen komisch geguckt, als Papa das gesungen hat nach der Melodie dieses bescheidenen Helene Fischer-Songs… 😉 . Aber: Nun ist es weg, mein blaues Ungetüm – aber ich habe schon wieder was neues Blaues für mein Bein.

Das ging alles ruckzuck: Wir waren gerade in der Schön-Klinik angekommen, kam auch schon die Ärztin und hat mir meinen blauen Kunststoff-Gips abgemacht. Mit im Schlepptau hatte sie den guten Mann vom Sanitätshaus, der meine Nachtlagerungsschiene dabei hatte. Und die durfte ich gleich heute Nacht tragen – ohne Probleme, ohne Druckstellen und ohne Meckern… 😉

Heute habe ich dann einen neuen blauen Kunststoffgips gekriegt – und zwar mit Klettverschluss. Warum? Ich soll ja nun fleißig weiter das Stehen und gehaltene Gehen trainieren, damit ich mich an das neue Verhalten der Sehne und meines Fußes gewöhne. Und solange ich keine neuen Unterschenkel-Orthesen habe – die lasse ich von meinem Sanitätshaus zuhause bauen – habe ich diese Übergangslösung. Ganz schön clever…

Jetzt hoffe ich, dass ich Ende der Woche auch wieder nach Hause fahren kann. Die Ärzte und Therapeuten sind jedenfalls hochzufrieden mit mir! 😉