Windel-Stress passé

Könnt Ihr Euch noch erinnern, was ich im vergangenen Jahr für einen Windel-Stress hatte? Das Hickhack ging über Monate, weil die Krankenkasse meine Windeln erst nicht bezahlen wollte – am Ende mit „sanftem Druck“ dann doch tat. Jetzt stand wieder eine Kostenübernahme an – und die lief reibungslos…

Was war das für ein Gezerre damals: Papa hatte nicht locker gelassen und am Ende sogar das Bundesversicherungsamt eingeschaltet. Und plötzlich wurden die Kosten für meine Windeln „per Einzelfallentscheidung“ übernommen… 😉

Jetzt stand die erneute Kostenübernahme für ein weiteres Jahr an. Da ich ja nun mal ordentlich gewachsen bin, hatten Mama und Papa mehrere verschiedene Muster zum Testen bestellt. Denn bei mir ist es natürlich noch immer so, dass ich aufgrund meiner Spastik und vieler weiterer Anforderungen nicht jede beliebige Windel tragen kann.

Das Ergebnis der Testphase war, dass weiterhin die SUPER SENI – und zwar jetzt in Größe Medium – für mich die einzig geeigneten Windeln sind. Das haben wir dann unserem direkten Ansprechpartner (den haben wir seit unserer „Meinungsverschiedenheit“ jetzt – und der kümmert sich richtig gut!) bei der Krankenkasse mitgeteilt. Und die Kostenübernahme wurde sofort bewilligt…

Fazit: Manchmal muss es erst ordentlich „krachen“, damit es danach gut und harmonisch wird… Wenn es doch vorher nicht immer so „krachen“ müsste – das würde soviel Zeit, Mühe und Ärger auf allen Seiten ersparen…

Kolumne „Wer bist Du?“

Ab und zu gebe ich hier ja mal ein paar Lesetipps. Okay, ich gebe zu – die kommen nicht vor mir, sondern immer von Mama und Papa. Dennoch: Wer sich für meinen Blog interessiert, der/die interessiert sich bestimmt auch für dieses Interview, das im aktuellen ZEITmagazin zu finden ist – beeindruckend…

„Florian Jaenicke fotografiert seinen Sohn Friedrich von Geburt an. Mit seiner Bilderserie will er zeigen, wie sich das Leben mit einem schwerstbehinderten Kind anfühlt.“

Das Interview und die Bilder haben Mama und Papa sehr bewegt. Friedrich ist 2 Jahre älter als ich; auch er hatte einen Sauerstoffmangel unter der Geburt, was eine schwere Hirnschädigung zur Folge hatte. Die Parallelen zu mir sind deutlich zu erkennen.

In dem Interview und seinen Bildern lässt Florian Jaenicke einen tiefen Blick in seine Gefühlswelt, seine Gedanken, seine Hoffnungen, seine Wünsche, seine Sorgen, seine Ängste zu. Mama und Papa können sich in so vielen seiner Aussagen so sehr wiedererkennen…

Auch dieses bewegende Interview und die wöchentliche Kolumne „Wer bist Du?“ im ZEITmagazin trägt dazu bei, mehr Verständnis füreinander zu entwickeln. DANKE, Florian Jaenicke! Liebe Grüße an Dich, Deine Frau und vor allem an Friedrich!

Flamingo-Schaden 2

Das klingt alles merkwürdig, oder? „Flamingo-Schaden“ und dann dieses Fotomotiv, das aussieht wie ein Rad mit kaputter Achse… Die eifrigen „Wundertüte„-Blogleser unter Euch wissen und ahnen es sicherlich schon: Da muss wieder was mit meinem Duschstuhl sein…

Heute früh ist das alles passiert: Papa wollte mich fürs Duschen in meinen Duschstuhl setzen. Plötzlich krachte es laut, das Rückenteil flog förmlich nach hinten und Papa konnte mich in meinem „Flamingo“ gerade noch halten. Das war vielleicht mal ein Schreck für uns alle…

Was war passiert? An der linken Seite beim „Flamingo“ ist das obere Scharnier für die Neigungseinstellung der Rückenlehne abgebrochen (das abgebrochene Teil könnt Ihr oben auf dem Bild sehen). Tja, ich würde mal sagen: Nach der Reparatur Anfang des Jahres hat der „Flamingo“ wohl jetzt seinen letzten Atemzug gemacht. Da muss jetzt wohl schnell Ersatz her…

Vielleicht ist das ja eine passende Gelegenheit, um über ein größeres Modell nachzudenken. Denn so langsam macht sich ja bei mir körperlich die Pubertät bemerkbar und der „Flamingo“ ist eh schon knapp geworden von der Größe. Mal sehen, was mein Rehaberater dazu sagt…