Lotta 2 kommt!

Juchu – es ist bald soweit: Am 4. Oktober erscheint das Buch „Lotta Schultüte“ – sozusagen die Fortsetzung von „Lotta Wundertüte„, dem wundervollen Buch von Sandra Roth, das mich zum Namen meines Blogs inspiriert hat… Ich freue mich schon riesig und kann’s kaum bis zum 4. Oktober aushalten… 🙂

Ich hatte Euch ja schon vor einigen Monaten erzählt, dass „Lotta 2“ angekündigt war – jetzt haben Mama und Papa entdeckt, wann es soweit ist. Papa hatte dafür auch immer mal wieder im Internet gestöbert und auch die facebook-Seite von Sandra Roth „im Visier“… 😉 . Heute hat Papa das Buch gleich vorbestellt! 🙂

Ich möchte hier ja keine Schleichwerbung machen, ich werde auch nicht von Sandra Roth bezahlt oder bekomme Honorar. Aber das erste Buch „Lotta Wundertüte“ war und ist einfach wunderbar geschrieben. Sandra Roth schafft es, die Lebenssituation toll zu treffen und zu beschreiben. Wir haben uns ganz oft „wiederentdeckt“… Das ist ein tolles Buch mit genau dem Ansatz, den ja auch ich mit meinem Blog verfolge: Inklusion funktioniert nur, wenn man sich gegenseitig besser versteht…

Deshalb bin ich gespannt, wie es Lotta jetzt in der Schule ergeht – und welche Parallelen sich wieder auftun…

Hilfe im Rechtsdschungel

elternratgeber_recht_kleinZwischendurch will ich in meinem Blog gerne mal auf Bücher hinweisen, die ich gut oder nützlich finde. Eins vorweg: Ich will damit keine Schleichwerbung machen! Mir geht es vielmehr darum, dadurch wertvolle und hilfreiche Tipps zu geben – oder auch Dinge anzustoßen, die mir wichtig erscheinen.

Eine Sache, die sogar sehr wichtig ist, ist die Frage: Was steht mir als behindertes Kind eigentlich an Förderungen zu? Welche Sozialleistungen gibt es und wer ist dabei für was zuständig? Wie funktioniert eigentlich das sogenannte „Behindertentestament“? Viele Eltern behinderter Kinder fühlen sich in diesem „Rechtsdschungel“ oftmals allein gelassen – was eindeutig fehlt, ist eine Stelle oder Institution, die die Eltern dabei berät und unterstützt. Leider gibt’s das aber nicht…

Mama und Papa haben sich deshalb schon vor einiger Zeit ein Buch gekauft mit dem Titel „Recht und Förderung für mein behindertes Kind„. In seinem Vorwort schreibt der Autor Jürgen Greß, dass er genau diese Erfahrung macht, „dass viele Eltern mit behinderten Kindern nicht ausreichend über ihre Rechte informiert sind“ und deshalb „häufig auf Sozialleistungen verzichten, auf die sie oder ihre Kinder eigentlich Anspruch hätten. Teilweise werden ihnen auch Sozialleistungen aufgrund fehlender oder mangelhafter Beratung seitens der staatlichen Stellen vorenthalten“. Ich glaube, diese einführenden Sätze sagen viel aus… 🙁

Auch Mama und Papa mussten leider die Erfahrung machen, gleich mehrmals Widersprüche gegen die Ablehnung auf Kostenübernahme für mir zustehende Hilfsmittel einlegen zu müssen. Das kann jedenfalls sehr, sehr kraftraubend und mühevoll sein, um sein Recht kämpfen zu müssen. Deshalb ist jede Unterstützung sehr wichtig – zum Beispiel ein solcher Elternratgeber, der viele Fragestellungen in den verschiedenen Lebensphasen leicht verständlich beantwortet und erklärt.

Dieses Buch ist somit irgendwie sowas wie eine Dauerlektüre für Mama und Papa…

Irgendwie Anders

blogparade-irgendwie-anders_kleinPapa ist beim Internet-Stöbern vor ein paar Tagen auf dem Blog von Elai gelandet – und hat dabei einen Buchtipp entdeckt, den Elais Papa dort eingestellt hat: „Irgendwie anders„, ein mittlerweile mit Preisen ausgezeichnetes Kinderbuch über das „Anderssein“, die Ausgrenzung und das Miteinander. Papa hat das so angesprochen, dass er sich das Buch jetzt gleich bestellt hat – denn im Kern geht es in dem Buch ja eigentlich über das, wovon gerade so viele sprechen: Inklusion.

In Elais Blog hat mein Papa dann auch die Blogparade zum Buch „Irgendwie anders“ entdeckt – und natürlich macht Papa da mit! Das ist unser Beitrag zur „Blogparade Irgendwie Anders„:

Wie ergeht es uns mit unserem „Anderssein“? Auch wir machen die unterschiedlichsten Erfahrungen. Andere Kinder haben so gut wie keine Berührungsängste – gut, jetzt bin ich in einer Heilpädagogischen Schule, in der mich eh alle kennen. Aber auch bei Ausflügen wie z.B. in den Zoo gehen andere Kinder, die mich nicht kennen, ganz natürlich mit mir um. Es sind eher die Eltern dieser Kinder, die nicht wissen, wie sie auf die Frage „Mama, was hat das Mädchen da?“ reagieren sollen…

Es gibt aber auch bei Erwachsenen tolle Reaktionen. Papa war vor einigen Tagen mit mir in einem Cafe und hat mir etwas zu Essen gegeben. Vom Nachbartisch kam eine ältere Dame zu uns herüber, die uns wohl schon länger beobachtet hatte, und sagte zu Papa: „Wissen Sie was? Das machen Sie ganz toll!“ Da war sogar mein Papa mal sprachlos und auch ein wenig berührt… 😉 … Obwohl, bitte nicht missverstehen: Es geht nicht darum, meine Mama und meinen Papa immerzu dafür zu loben, dass sie den Alltag mit mir meistern – es geht um gegenseitiges Verständnis…

Welchen Umgang wünschen wir uns? Eigentlich einen ganz normalen – das klingt doch einfach, oder? Ich weiß, dass es das aber nicht ist.  Sandra Roth hat es in ihrem Buch „Lotta Wundertüte“ – sozusagen der Namensgeber für meinen Blog – treffend beschrieben. Denn der normale Umgang hängt von vielen Faktoren ab: Wollen Mama und Papa denn gerade überhaupt auf mich angesprochen werden? Haben Sie gerade Lust dazu zu erklären, warum ich so bin wie ich bin? Manchmal ist es genau richtig, manchmal passt es aber nicht, darauf angesprochen zu werden. Dann können wir anderen Erwachsenen aber auch nicht vorwerfen, dass sie uns „nicht normal“ behandeln…

Normalität beim „Anders sein“ ist schwierig – eines ist und bleibt dafür aber Voraussetzung: dass wir darüber und miteinander reden. Denn – das habe ich auf meiner Blog-Startseite ja auch schon geschrieben und das sehe ich auch so: Gelebte Inklusion funktioniert nur, wenn man sich gegenseitig besser versteht. Und genau dafür bestellt Papa jetzt das Buch… 😉