Wir Krisenkinder

Sorry – ich habe länger nichts von mir hören lassen. Aber es ist (mal wieder) viel passiert: Erst Corona (alles top überstanden), dann werde ich in einem Buch erwähnt (aha!) und heute stand wieder ein „Botox-GKT„* an…

Das Wichtigste vorweg: Papa und ich haben Corona gut hinter uns gebracht. Wir konnten uns auch schon nach 7 Tagen wieder freitesten (welch eine Erleichterung), so dass auch endlich wieder Buddys kommen konnten. Wobei ich nicht weiß, wer sich mehr gefreut hat – Mama, Papa oder ich… 😉

Jetzt habe ich Ferien (also wieder zuhause) und heute stand mal wieder eine Botox-Spritztour an: 2x in den linken Unterarm, 2x in den linken Brustmuskel. Nach vier Monaten wurde es auch wieder Zeit, da ich doch in meiner Beweglichkeit mehr und mehr eingeschränkt war. Das Prozedere war wie immer – und auch die Bilder danach sind ja immer gleich…

Nicht bildlich, aber namentlich tauche ich in einem aktuellen Buch mit dem Titel „Krisenkinder“ von SPIEGEL-Redakteurin Silke Fokken auf. Ihr Buch handelt davon, wie sehr die Pandemie Kinder und Jugendliche verändert hat. Ein Kapitel behandelt auch die vergessenen Kinder mit Behinderung. Und da Papa einige Male Kontakt zu Silke Fokken hatte, hat sie ihn als „Amelie-Papa“ zu Wort kommen lassen. Alles weitere auf Seite 70 im Buch „Krisenkinder„… 😉

*GKT = Großkampftag

Auf einer Wellenlänge

Eifrige Stammleser unter Euch können sich vielleicht noch ganz dunkel erinnern, dass ich vor langer Zeit ein inklusives Musikprojekt angekündigt habe, bei dem ich mitmachen durfte – und dass danach nichts mehr von mir kam. Höchste Zeit mal aufzuklären, was aus dem Projekt „Auf einer Wellenlänge“ geworden ist. Und wie so oft sagen Bilder mehr als tausend Worte…

Dieses Bild stammt aus einem Buch, das ich als Teilnehmer des inklusiven Musikprojektes jetzt bekommen habe. Da sind ganz tolle Bilder drin, die zeigen, was dieses großartige Projekt ausgemacht hat – wenn nicht Corona nach einem knappen halben Jahr für ein abruptes Ende gesorgt hätte. Leider… 🙁

Solche Begegnungsprojekte sind so wichtig. Denn mit Hilfe der Musik können Berührungsängste und unsichtbare Barrieren im Kopf abgebaut werden. Wie schön wäre es, wenn es mehr solcher Inklusionsprojekte gäbe, in denen Schüler von Regelschulen mit uns Schülern der Förderschulen im wahrsten Sinne des Wortes „gemeinsame Sache“ machen können…

Ich habe die Hoffnung jedenfalls nicht aufgegeben, dass es irgendwann weitere Projekte dieser Art gibt – und erinnere mich gerne daran zurück, als wir „auf einer Wellenlänge waren…

Und dann kam Corona

Nein, stopp: Keine Angst, bei uns hat sich keiner infiziert. „Und dann kam Corona“ ist der Titel eines ganz besonderen Buchprojektes mit 500 Corona-Gedanken und -Erinnerungen von Menschen aus Osnabrück. Warum ich hier darüber schreibe? Weil Papa auch was für das Buch geschrieben hat.

Eine Stadt schreibt ein Buch“ hieß es Ende des vergangenen Jahres. Die Osnabrücker Stadtbibliothek und die Fromm-Stiftung hatten dazu aufgerufen, persönliche Corona-Erfahrungen und -Erlebnisse einzureichen, um diese in einem Buch zu dokumentieren. Papa fand das eine tolle Idee und hatte einen Text eingereicht, den er während des ersten Lockdowns über uns „Unerhörte“ geschrieben hatte.

Und dieser Text ist nun auch im Buch! Am Samstag war Papa als einer der „Buchautoren“ eingeladen zur offiziellen „Buchtaufe“ – und hat als Dank ein Exemplar bekommen. Rund 500 verschiedene und ganz persönliche Texte, Gedichte, Beiträge etc. sind darin enthalten – ein unglaublich bewegender Einblick in das, was die Menschen in Osnabrück während des Beginns der Corona-Pandemie erlebt haben.

Mama und Papa haben jetzt erstmal ordentlich was zu Lesen. Das Buch gibt es bislang nur bei der Stadtbibliothek Osnabrück zu kaufen – aber bestimmt auch bald bei den regionalen Buchhändlern. Mein Tipp: Auf jeden Fall die Geschichte auf Seite 101 lesen… 🙂