Happy 2022! Hoffentlich…

Zuallererst Euch allen ein frohes und vor allem gesundes neues Jahr! Ich bin gut reingekommen mit ein bisschen Normalität – denn ich war am Neujahrstag mit Papa im Zoo. Bei unnatürlichen 14 Grad…

Das tat jedenfalls Papa und mir echt gut, mal rauszukommen. Und natürlich war es schön, das neue Jahr wieder mit einem Zoo-Besuch zu beginnen. Das ist ja irgendwie auch Tradition bei uns… 😉

Wobei die Temperaturen ja echt verrückt sind. Am 1.1. bei 14 Grad draußen unterwegs zu sein, ist schon echt skurril. Wobei – mal ganz ehrlich – Papa und ich das richtig gut fanden. Schließlich entfällt ein Teil der großen „Anzieh-Prozedur“; ich brauchte keinen Winter-Rollifußsack, keine Fußwärmer und auch keine Mütze und keine Handschuhe. Eine Beindecke reichte völlig aus – herrlich! Was für ein Jahresstart… 😉

Wobei aber eine andere Sache sehr irritierend war: Ich dachte ja, dass ich wegen des Böllerverbotes eine ruhige Silvesternacht verbringen könnte. Von wegen! Hier wurde ordentlich geböllert um uns herum, so dass ich echt hochgeschreckt bin. Meine Meinung zu denjenigen, die Raketen trotz Kaufverbot hochgejagt haben, verkneife ich mir hier jetzt mal… 🙁

Ich bin jedenfalls sehr gespannt, was das neue Jahr so bringt. Bald steht mein Booster-Termin bei meiner Kinderärztin an – ich hoffe, dass wir alle gut durch die nächsten Wochen kommen. Ihr hoffentlich auch!

Vorweihnachtliche GKT

Die Zeit vor Weihnachten ist ja bekanntermaßen immer irgendwie stressig. Ich habe mir noch was obendrauf gepackt – und noch zwei GKT* absolviert: Zahnarzt und Botox. Man gönnt sich ja sonst nichts…

Am Freitag stand erstmal mein Zahnarzt-Besuch an. Ich habe ja schon hinlänglich beschrieben, wie „gerne“ ich dort bin (Ironie off). Das lässt sich auf dem Foto ja auch bestens ablesen… Die zusammengekniffenen Lippen hatte ich schon an der Eingangstür. Und als mein Zahn-Doc ins Behandlungszimmer kam, habe ich auch schon losgelegt mit meinem allseits bekannten „Amelie-Alarm“…

Aber das Gute ist: Meine Zähne sind top! Mit 14 Jahren bislang kein einziges Loch – nix! Ha! Wenn das keine Leistung ist (da sind Mama und Papa auch schon ein wenig stolz drauf…).

Derzeit machen sich ja die hinteren Backenzähne bei mir auf den Weg ans Tageslicht. Und da blutet es auch mal beim Zähneputzen und es kommt zu leichten Entzündungen. Dafür hat mit mein Zahn-Doc jetzt ein Mundgel aufgeschrieben. Da sind wir aber mal gespannt, wie ich das mitmache…

Das Foto kennt Ihr ja auch: Heute war wieder „Botox-Day“ – der dritte in diesem Jahr. Diesmal hat mein SPZ-Doc zwei weitere Muskel „gebotoxed“: und zwar den flexor carpi radialis und den flexor carpi ulnaris, jeweils links (für die Medizin-Nerds unter Euch… 🙂 ). Grund dafür ist, dass ich meine linke Hand in einer deutlich sichtbaren Fehlstellung – nach außen gedreht – halte. Und das soll so natürlich nicht sein und hindert mich auch sehr.

Unschön war auch, dass ich heute wieder gespuckt habe nach der Sedierung. Ich kriege zwar immer vorher ein Vomacur-Zäpchen – aber dennoch musste was raus. Und wenn ich dann in der Liegeposition bin, ist das für alle Beteiligte blöd… Aber trotzdem: Mama und Papa sind stolz auf mich, wie ich das alles meistere…

So, parallel kümmern wir uns gerade um einen Booster-Impftermin für mich (Mama und Papa sind ja schon geboostert). Mein Rolli musste auch noch mal eben schnell repariert werden, die Wartung meines Pflegebettes steht an, wir diskutieren gerade die Erprobung einer Derotationsbandage etcetc.

Es wird Zeit, dass Weihnachten und mal eine Pause kommt. Und zwar höchste Zeit… Bleibt gesund!

*GKT = Großkampftag

Lottas Leben auf Abstand

Eifrige Leser wissen ja: Ich bin bekennender Lotta-Fan! Mama und Papa haben beide „Lotta“-Bücher verschlungen und waren auch auf einer „Lotta“-Lesung. Lottas Mama Sandra Roth hat jetzt einen Text über die Corona-Zeit geschrieben.

„Komm ruhig näher! – Lottas Leben auf Abstand“ heißt der Text, der auf der Webseite der Lebenshilfe Köln erschienen ist. Und wie schon in ihren beiden Büchern „Wundertüte“ und „Schultüte“ lässt uns Sandra Roth mitfühlen, wie es Lottas Familie in der bisherigen Corona-Zeit ergangen ist. So vieles kommt uns so bekannt vor – es ist, als ob Sandra auch über uns schreibt.

In dem Text geht es um Ängste, um Enttäuschungen, um Erschöpfung, um Sehnsüchte, aber auch um Hoffnung und Zuversicht. Letztlich um das, was das Abstandhalten mit uns Familien mit einem Kind mit Behinderung macht. Texte wie dieser sind so wichtig für das gegenseitige Verständnis – und Sandra Roth schreibt einfach wundervoll…

Vielen lieben Dank, liebe Sandra, fürs Teilhaben – und liebe Grüße nach Köln! 🙂 Und falls es noch jemanden geben sollte, der die beiden Bücher nicht gelesen haben sollte: Dann mal passend zu Weihnachten schnell bei der Buchhandlung um die Ecke bestellen! 😉