Meine eigene Spende

Ich habe hier ja schon häufig geschrieben, dass ich viel Unterstützung und unglaublich tolle Spenden bekommen habe, mit denen ich mir meine Wünsche erfüllen konnte und kann. Jetzt ist es mal anders herum: Ich habe gespendet – und zwar Kleidung und Windeln für ein tolles Projekt namens „Chance auf Leben“ und kann so ein wenig zurückgeben.

Jetzt hole ich mal ein bisschen aus, um Euch die Hintergründe zu erklären: Wie Ihr wisst (weil ich das ja häufiger schreibe…), werde ich nun mal größer, so dass mir vieles einfach nicht mehr passt. Zum Beispiel spezielle Kleidungsstücke wie Hosen mit Seitreißverschluss, Rolli-Jacken, Orthesenschuhe oder auch Windeln. Im Laufe der Zeit hat sich da ein stattliches Sortiment angesammelt – doch wohin damit?

Mama und Papa hatten schon länger die Idee, diese Sachen und Hilfsmittel an Familien mit behinderten Kindern zu spenden, denen es nicht so gut geht wie uns hier in Deutschland – und zwar in osteuropäischen Ländern. Denn dort ist die Situation meist katastrophal. Mama und Papa haben mal eine Dokumentation im Fernsehen gesehen, wie diese Kinder und Familien völlig isoliert und allein gelassen regelrecht vor sich hin vegetieren – und denen das nötigste fehlt…

Und so hat Papa mal im Internet recherchiert, ob und wo es hier in unserer Region Vereine oder Organisationen gibt, die mit Hilfsprojekten und -transporten Familien mit behinderten Kindern in Osteuropa helfen. Schnell ist Papa auf den Verein Chance auf Leben in Salzbergen – gerade mal eine knappe Dreiviertelstunde von Osnabrück entfernt – gestoßen. Dieser tolle Verein unterstützt mit seinen Projekten betroffene Familien in Weißrussland – und zwar direkt, so dass sichergestellt ist, dass die Sachen auch an die richtigen Empfänger gehen.

Schnell hat Papa Kontakt aufgenommen – und jetzt mehrere Kartons mit Windeln, Kleidung, Orthesenschuhen etc., die mir zu klein geworden sind, zum Vereinsvorsitzenden Thomas Küpker gebracht. Die Sachen gehen mit dem nächsten Transport Ende März nach Weißrussland!

Ich finde, dass der Verein großartige Arbeit leistet, so dass ich gerne darauf hinweise in meinem Blog. Und ich bin ein wenig stolz, dass ich etwas von der Welle der Hilfsbereitschaft, die ich bekommen habe, weitergeben kann. Klickt gerne auf die Webseite von „Chance auf Leben“ und tragt deren Idee und Arbeit weiter!

Roter Flitzer wie neu

Juchu! Heute ist er gekommen – mein neuer, komplett generalüberholter „roter Flitzer„! Alles passt perfekt – mein Rolli ist somit wieder optimal auf mich eingestellt…

Die Pubertät und ihre Tücken – das sind zumindest Papas Worte… 😉 . Zur Pubertät gehört aber nun mal auch, dass ich derzeit rasant wachse und „körperlich weiblicher“ werde. Und da muss mein Rolli nun mal mitwachsen…

Nachdem mein „Zuhause-Stuhl“ inklusive Sitzschale schon im Herbst angepasst wurden, war jetzt mein Rolli mit Sitzschale dran. Und da ich den ja nun mal ständig brauche (z.B. in der Schule), mussten wir einen passenden Moment für den Umbau abpassen. Wie jetzt zu den Zeugnis-Ferien.

Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen: Mama, Papa und ich sind total zufrieden! Hinten breiter fürs „Hüftgold“, vorne schmaler, bessere Becken-/LWS-Polsterung, klappbares Fußbrett, bessere Fußgurte und vieles mehr – top! Dank an alle Jungs von RAS!!!

Mal sehen, wann die nächste wachstumsbedingte Anpassung ansteht. Schließlich bin ich mittlerweile gut 145 cm groß und bringe mehr als 40 Kilo auf die Waage. Wie gesagt – die Pubertät… die sich übrigens nach Meinung von Mama und Papa auch in meinem Verhalten zeigen soll. Ich weiß gar nicht, was die meinen… 🙂

Advent mal anders

Besinnlich, die erste Kerze wird angezündet und so weiter, und so weiter… So sieht ja bei vielen der 1. Advent aus. Bei mir aber dieses Jahr nicht: Für mich war das heute Sport und Training – sozusagen mein Adventssportprogramm mit Gips… 😉

Ich soll ja fleißig sein – gerade mit meinem „blauen Ungetüm“ -, damit ich mich schneller und besser daran gewöhne, wie ich mit meinem umgebauten rechten Fuß umgehe. Und ich war vielleicht mal fleißig an diesem Wochenende: Gehaltenes Stehen, gehaltenes Gehen, Motomed… da soll mal einer sagen, ich hätte nicht trainiert! 😉

Und wer fleißig trainiert, der hat ja auch eine Belohnung verdient: Und so habe ich heute die erste Tür in meinem Adventskalender aufgemacht, den ich traditionell immer von Oma kriege. Das darf dann auch sein… 😉