Hilfe für Ukraine

Es fällt mir bzw. uns sehr schwer, unsere Gedanken zum furchtbaren Putin-Angriffskrieg gegen die Ukraine in Worte zu fassen. Es ist so entsetzlich, die Bilder und das Leid der Menschen zu sehen. Ich mag mir daher nicht vorstellen, wie sehr derzeit gerade Kinder mit Behinderung darunter leiden müssen.

Behinderten Kindern und Jugendlichen in der Ukraine ging es auch schon vor dem Krieg bei weitem nicht so gut wie uns in Deutschland. Über die Situation und die Möglichkeiten der Unterstützung behinderter Kinder in Belarus hatte ich ja vor zwei Jahren mal geschrieben. Sie sind die Schwächsten der Gesellschaft, oftmals vergessen, an den Rand gedrängt und unsichtbar. Das gilt umso mehr in einem Kriegsgebiet.

Ich möchte daher unbedingt helfen mit so wichtigen Hilfsmitteln wie z.B. Windeln für ältere behinderte Kinder, spezieller Kleidung oder anderen Sachen! Papa hat recherchiert, dass engagierte Osnabrücker gerade dringend benötigte Hilfsgüter für einen Transport in die Ukraine sammeln:

Ein großartiges Engagement! Papa bringt da morgen auf jeden Fall Windeln, Einmalhandschuhe und weitere Hilfsmittel zur Sammelstelle!

Update, 01.03.: Papa hat heute verschiedene Hygiene-, Pflege- und Hilfsmittel abgegeben. Das war sehr bewegend und beeindruckend, was das Orga-Team da ehrenamtlich auf die Beine stellt! Ich hoffe sehr, dass die Windeln etc. dort an der richtigen Stelle ankommen!

Auf Sherlocks Spuren

Es wir mal wieder Zeit für eine Schmunzel-Geschichte. Die könnte den Titel tragen „Das Rätsel des unheimlichen Rolliquietschens“. So mysteriös, dass das sogar meinen eigentlich allwissenden Reha-Techniker zu einem Sherlock Holmes gemacht hat… 😉

Die Detektiv-Geschichte fängt eigentlich schon vor einem Jahr an: Ganz plötzlich hatten sich die Gummireifen meines Mika-Rollstuhls überlegt, mit dem Quietschen anzufangen – und zwar in ordentlicher Lautstärke, so dass ich schon von weitem zu hören war. Das Quietschen startete aber nicht sofort beim Losrollen, sondern erst, nachdem ich einige Meter gefahren bin. Das klang dann so (Originalaufnahme mit Papas Handy):

Mein Reha-Techniker wollte das kaum glauben, als er das hörte – und dann selber ausprobierte. Zitat: „Das habe ich ja noch nie gehört!“ Was hat er gemacht? Neue Gummireifen draufgezogen und schon war Ruhe. Bis vor ein paar Wochen. Anfang Dezember ging es nämlich wieder los:

Unser Reha-Techniker war wieder von den Socken. Wieder neue Gummireifen drauf, wieder ist Ruhe eingekehrt – vorerst. Ich bin jetzt mal gespannt, was im nächsten Winter passiert. Wetten, dass die Reifen dann wieder quietschen? Mein Reha-Techniker geht die Wette bestimmt nicht ein… 😉

Fast normale Ferien

Da sind sie wieder, die Ferien. Nachdem die Ferien seit Pandemie-Beginn ja irgendwie alle anders waren, sind die kommenden drei Wochen für mich fast schon normal.

Nochmal zur Erinnerung: An meiner Schule gibt es ja „nur“ drei Wochen Sommerferien und keine sechs Wochen wie an Regelschulen. Dieses Jahr gibt es auch wieder eine Feriengruppe: Zwar „nur“ für eine Woche – aber auch die ist für uns hier super und entlastet Mama und Papa. Ich bin ab kommenden Montag da – und freue mich drauf! 🙂

Am letzten Schultag gab es natürlich auch Zeugnisse. Was total super ist: Erstmals gab es die auch mit Metacom-Symbolen!

Außerdem haben wir für die drei Wochen meinen Gehtrainer, den „Pacer„, nach Hause geholt. Der ist normalerweise immer in der Schule (dort ist einfach mehr Platz), so dass ich dort im Rahmen meiner Physiotherapie fleißig trainieren kann. Am Wochenende habe ich mit dem „Pacer“ schon mal die Gegend hier „erkundet“… 😉

Mitte August geht’s dann wieder zur Schule. Und dann fiebern wir den nächsten Herbstferien entgegen. Denn dann bin ich mal wieder im „Kupferhof„…