Nächster GKT*

Ein Großkampftag (neues, von Papa erfundenes Kürzel: GKT) jagt den nächsten… Nein, ich musste nicht schon wieder zum Zahnarzt – heute war „Botox-Day“ bei mir. Und das nach einer nicht so schönen Nacht…

Irgendwie habe ich derzeit ein „Ärzte-Dauer-Abo“: EEG, Grippeschutzimpfung, Zahnarzt, jetzt Botox. Ziemlich viel los mal wieder bei mir – aber alles Termine, die nun mal sein müssen…

Heute war aus den Euch bekannten Gründen wieder Botox dran: eine Spitze für den Muskel „Pronator teres“ links, die andere Spritze für den „Semimembranosus“ links. Die beiden Muskel hatte mein SPZ-Doc bereits letztes Mal behandelt – und mit Erfolg! Mein linkes Handgelenk ist viel weicher und beweglicher, mein linkes Bein lässt sich viel besser durchstrecken!

Das zeigt, dass die Botox-Behandlung – im Tandem mit viel Physio und Training – was bringt! Jetzt sind wir mal gespannt, was diese Behandlung weiter bewirkt, den nächsten Termin habe ich im März.

Für die Botox-Behandlung werde ich ja sediert, damit ich ruhig bleibe und mich nicht so stark bewege, wenn mein Doc mich piekst. Wäre ja doof, wenn er dann den falschen Muskel lahmlegt… Sedierung ist immer irgendwie doof – insbesondere, wenn man die Nacht vorher einen Krampfanfall hatte so wie ich… 🙁

Das Resultat heute: Ich war den ganzen Tag echt groggy und matschig. Dieses Foto hat Papa kurz nach der Behandlung gemacht – bevor ich eingeschlafen bin…

So doof das auch ist – wenn die Behandlung was bringt, dann stecke ich auch das gut weg… Ich bin ja eine Kämpferin!

*Übrigens: Das Kürzel GKT nutze ich jetzt immer für „Großkampftag“ – als Abkürzung für Großkundenticket, Ganzkörperkältetherapie, Geokompetenzteam oder Gesellschaft für Kernverfahrenstechnik wird GKT ab sofort nicht mehr akzeptiert… 🙂

Erfolgreicher Großkampftag

Heute Vormittag war wieder mein „Großkampftag“ angesagt – so nennen Mama und Papa meine Kontroll-Checks beim Zahnarzt. So blöd ich die Besuche auch finde (das zeige ich auch deutlich vorher, mittendrin und danach!), so erfolgreich sind sie: Meine Zähne sind weiterhin top, mein Zahn-Doc ist super zufrieden!

Es war heute eigentlich alles so wie immer: Schon früh habe ich genau gewusst, was ansteht (Papa kann mich ja nicht für blöd verkaufen!). Als dann mein Zahn-Doc ins Behandlungszimmer kam, war meine Parole: „Auf ihn mit Gebrüll“…

Aber mein Zahn-Doc ist da einfach klasse, kann mit meinen Brüll-Attacken sehr gut umgehen und nutzt die dann für den Check. Ergebnis: Alles top wie immer – mit meinen 13 Jahren habe ich noch kein Loch, kein Karies und nix anderes gehabt!

Derzeit kommen meine hinteren Backenzähne durch, die sogenannten „Siebener“. Das erklärt auch, warum ich derzeit wieder sehr starken Speichelfluß habe – und meine unruhigen Nächte…

Wenn die hinteren Backenzähne dann vollständig da sind, dann werden wir über eine neue Zahnversiegelung nachdenken. Ich habe ja schon mal eine machen lassen für einen besseren Schutz. Denn wenn ich doch mal ein Loch habe, dann kann mein Zahn-Doc da nicht einfach so dran gehen. Dafür müsste ich dann sediert werden.

Aber jetzt freue ich mich erstmal über meine Top-Zähne – und dass ich wieder einige Zeit Ruhe habe… 🙂

Im Corona-Glück – vorerst

Gut gelaut zurück aus meiner Kupferhof-Woche bin ich seit heute wieder in der Schule – in der jetzt in der sogenannten „Lockdown light„-Zeit wieder vieles anders ist. So gilt auch bei uns jetzt die Maskenpflicht auch für uns Schüler. Und heute Nachmittag kam dann noch die Nachricht, dass es in meiner Schulklasse einen bestätigten Corona-Fall gibt – und ich die einzige bin, die weiter zur Schule darf…

Aber mal alles der Reihe nach… Gestern kam zunächst die Info, dass nun auch wir Schüler eine Maske in der Schule tragen müssen – was ich grundsätzlich völlig richtig finde in der heutigen Zeit. Allerdings kann ich aufgrund meiner Beeinträchtigungen nun mal keine Maske tragen – das klappt beim besten Willen nicht. Also haben Mama und Papa von unserer Kinderärztin eine Bescheinigung zur Befreiung geholt.

Soweit so gut. Die ganze Entwicklung lässt uns aber irgendwie ratlos zurück. Denn auch in Osnabrück gilt ja mittlerweile eine Maskenpflicht in der gesamten Innenstadt. Was ist nun aber, wenn ich mal mit Mama und Papa in der Innenstadt unterwegs bin? Zum Beispiel am Freitag, wenn ich zum Zahnarzt muss? Muss ich dann meine Bescheinigung vor mich her tragen – um so zu verhindern, dass wir von anderen komisch angeguckt werden? Ach wie schön wäre es, wenn es seitens der Verantwortlichen etwas mehr Transparenz und Aufklärung darüber gäbe, dass es auch Menschen gibt, die keine Maske tragen können und daher von der Pflicht befreit sind…

Leider passiert das aber nicht. Und so wird es weiter Nachrichten und Meldungen geben, dass Menschen mit einer auf den ersten Blick nicht so offensichtlichen Behinderung angepöbelt werden, wenn sie keine Maske tragen – trotz einer Bescheinigung über die Maskenpflicht-Befreiung. Und das ist sehr bitter…

Was schließen wir daraus? Wir werden die Innenstadt so gut es geht meiden, um genau solche Situationen zu vermeiden. Das nennt man dann übrigens Exklusion – das Gegenteil von Inklusion…

Aber zurück zum Thema: Heute Nachmittag kam die Info, dass es einen bestätigten Corona-Fall in meiner Klasse gibt. Alle müssen jetzt zuhause bleiben – nur ich nicht. Warum? Ich war vergangene Woche ja gar nicht in der Schule, sondern im Kupferhof. Somit hatte ich keinen Kontakt – und kann nun weiter zur Schule gehen, wenn auch dann in eine Nachbarklasse der gleichen Kohorte.

Das nennt man dann irgendwie „Glück in Corona-Zeiten“ – zumindest vorerst. Denn machen wir uns nichts vor: Jetzt startet in den Schulen zwar das sogenannte „Szenario B“ mit geteilten Klassen. Aber es ist eine Frage der Zeit, dass alle Schulen schließen. Und das wird mit Blick auf die rasant steigenden Corona-Zahlen schon bald der Fall sein… Tolle Aussichten…