Meine Intensivwoche

Ich habe Euch beim letzten Mal ja über eine „(fast) normale Woche“ berichtet. Jetzt liegt wieder eine Intensivwoche hinter mir – und zwar in jederlei Hinsicht; mit Höhen und (leider) auch Tiefen wie ein erneuter Krampfanfall

Aber fangen wir mal wieder ganz von vorne an: Ich habe ja Herbstferien und so hatten wir bei meinem „Personal Trainer“ Christina eine Intensivwoche gebucht. Christina begleitet mich ja schon seit einiger Zeit und hat mittlerweile eine eigene Praxis „Körperhelden“ im idyllischen Wellinger Hof (fast um die Ecke bei uns), in der sie mit körperlich beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen arbeitet.

Die ganze Woche haben wir täglich das Aufstehen, Stehen (mit dem Galileo) und Laufen (in meinem „Pacer„) trainiert. Und wie auch schon zu meiner „Auf die Beine„-Zeit hat das wieder richtig was gebracht! Ein Intensivtraining bei und mit Christina ist einfach klasse!

Tatsache ist: Ohne dieses tolle Training mit Christina hätte ich niemals dieses körperlich-motorische Level erreicht, das Ihr auf den Bildern sehen könnt! Die Intensivwoche war gerade auch mit Blick auf unsere baldige Kur nochmal super. So kann ich da in „Topform“ ankommen… 😉 .

Tja, und – sozusagen zum krönenden Abschluss – habe ich dann am Freitagabend leider wieder einen generalisiert tonisch-klonischen Anfall gehabt. Besonders blöd, da ich ja gerade erst vor vier Wochen einen solchen Anfall hatte und wir in Absprache mit unserem SPZ-Doc meine Levetiracetam-Dosierung hochgesetzt hatten.

Jetzt hoffe ich natürlich, dass das keine Regelmäßigkeit bei mir wird. Aber trotz des blöden Abschlusses war das eine tolle Woche mit einem Super-Training bei Christina!

Emotionale Momente

Ich weiß nicht, ob ich Euch schon mal von meiner Christina erzählt habe. Christina ist so was wie mein „Personal Trainer“; sie kommt regelmäßig zu mir nach Hause, um mit mir zu turnen und zu trainieren – mit unglaublichen Ergebnissen, die Mama und Papa das ein oder andere Mal ein Tränchen verdrücken lassen… 😉

Meine persönliche Verbindung und gemeinsame Geschichte mit Christina ist schon etwas länger, daher in Kurzform: Unsere Verbindung hat u.a. mit dem „Auf die Beine„-Programm in Köln zu tun, glücklichen Fügungen und einer ganz innigen und vertrauten Beziehung. Christina ist ein Profi in Sachen Physiotherapie mit beeinträchtigten Kindern wie mir – und weiß daher, wie sie mich fördern und fordern kann.

Vor einigen Jahren hieß es von vielen Ärzten und Therapeuten, dass wir auf das Ziel hinarbeiten sollten, dass ich irgendwann vielleicht einmal frei sitzen kann. „Verbesserung der Rumpfstabilität“ ist das Zauberwort, genau deshalb haben wir ja u.a. das Galileo-Programm und -Training in Köln gemacht. Aber ob, wie und wann ein solches freies Sitzen mal Realität sein könnte, war natürlich völlig offen.

Seit vielen Monaten ist Christina nun an meiner Seite – und hier präsentiere ich Euch mal ein aktuelles Resultat unserer gemeinsamen Arbeit:

Manchmal lässt man einfach nur Bilder sprechen… Es gibt noch mehr Bilder und Videos, wie ich z.B. für viele Sekunden frei im Schneidersitz auf meiner Therapiematte sitze oder das gehaltene Aufstehen aus dem Sitz übe. Solche Bilder und Erfahrungen sorgen dann dafür, dass Mama und Papa einige Tränchen verdrücken müssen – und zeigen, was wir gemeinsam alles erreichen können mit den richtigen „Buddys“ an meiner Seite, von denen ich zum Glück noch weitere habe… 😉

Meine Gipsredression

Da isser wieder! Der schöne, blaue Gips – den ich eigentlich gar nicht vermisst hatte… Nun habe ich ihn doch wieder wie ein „Klotz am rechten Bein“ (im wahrsten Sinne des Wortes)… Warum? Das Zauberwort heißt Gipsredression.

In der vergangenen Woche war ich mit meinen Physiotherapeutinnen zur ambulanten Sprechstunde (die findet regelmäßig in meiner Schule statt) bei meinem Kinderorthopäden. Der sollte sich meinen rechten Fuß nach der OP auch mal angucken – und vor allem was dazu sagen, wie er das einschätzt, wie ich „post-OP“ mit allem umgehe.

Uns allen – also Mama, Papa und meinen Physiotherapeutinnen – war aufgefallen, dass ich mich noch etwas schwer tue. Bei den Aufstehübungen aus dem Sitzen in den gehaltenen Stand gehe ich gerne in eine Art „rechter-Fuß-Entlastungshaltung“, beim gehaltenen Laufen kriege ich meinen rechten Fuß nicht so nach vorne, im Sitzen stelle ich meinen Fuß gerne auf die Außenkante.

Das alles zeigt: Die neue Situation ist für mich noch ungewohnt. Ich habe keine Schmerzen, keine Sorge. Aber mein Fuß ist nun mal komplett umgebaut worden – und daran muss ich mich echt gewöhnen.

Warum aber dann der Gips? Der soll mir bei der Umstellung und Gewöhnung helfen. Mein Fuß wird dauerhaft in die richtige Position und Stellung gebracht, beim gehaltenen Laufen und Stehen weiß ich dann, wie es sein soll.

Seit Donnerstag ist mein rechter Unterschenkel wieder blau getüncht. Geplant ist, dass ich den Gips 3×10 Tage trage – dann wäre ich vor Weihnachten damit durch… 😉

Also heißt es nun wieder: Duschen im Duschstuhl mit Müllsack etcetc. Am vergangenen Freitag hätte ich auch meinen lang geplanten Ambulanztermin an der UniReha Köln im Rahmen des „Auf die Beine„-Programms gehabt – den Termin habe ich jetzt erstmal auf Ende März verschoben.

Wie auch immer: Bislang klappt alles gut (bin ja auch ein „Gips-Profi“); heute bin ich mit Papa schon gelaufen wie ein Weltmeister… 😉 .