Schreck in der Morgenstunde…

Leider muss ich Euch ja immer wieder auch mal weniger erfreuliche Nachrichten übermitteln… Am frühen Dienstagmorgen hatte ich leider – zum ersten Mal nach vielen, vielen Jahren – einen Krampfanfall. 2 Tage habe ich im CKO verbracht – bin seit heute aber schon wieder „ganz wie die Alte“ zuhause.

Aber mal alles der Reihe nach: Mama und Papa hatten morgens gegen 5 Uhr gehört, dass ich würgen musste. Das passiert mir gelegentlich, wenn ich meinen Kopf im Schlaf spastisch überstrecke, mir dann mein Speichel in den Rachen läuft und sich mein starker Reflux bemerkbar macht. So also auch am Dienstagmorgen – und als Mama und Papa in mein Zimmer sprinteten, sahen und merkten sie, dass ich völlig abwesend war und meine Augen nach links oben wegdrifteten. Papa hat sofort mein Notfallmedikament Diazepam geholt, mir das rektal gegeben und den Notarzt gerufen. Der war auch innerhalb weniger Minuten da und dann ging es im Krankenwagen direkt ins CKO

Dort wurde ich umgehend gründlich untersucht und bekam – weil ich weiter spucken musste – auch Elektrolyte intravenös. Gegen Abend wurde ich schon fitter und am heutigen Mittwoch wurden dann noch ein EEG und ein EKG geschrieben. Positiv – wenn man in diesem Fall von positiv sprechen kann – ist natürlich, dass ich mit meiner Vorgeschichte im CKO bekannt bin. Die beiden Oberärzte Dr. Faber und Dr. Abels kennen mich lange, Dr. Abels war damals zu meiner Epilepsie-Zeit in der Uni-Klinik Münster.

Fazit: Schnell ging’s mir nach diesem Schrecken wieder gut; allerdings wissen wir nicht, was die Ursache für den jetzigen Krampfanfall war. Meine BNS-Epilepsie hatten wir ja bereits 2009 mit der ACTH-Therapie in den Griff gekriegt. Seitdem hatte ich nur noch einen einzigen Anfall, und zwar 2013. Da war der Grund aber ein Infekt mit 40 Grad Fieber ein paar Tage zuvor. Jetzt gab es im Vorfeld keinerlei Anzeichen, dass ein Anfall kommen könnte – der kam also aus heiterem Himmel.

Um der Ursache weiter auf die Spur zu kommen, haben Mama und Papa mit Frau Dr. Abels vereinbart, dass ich im August/September nochmal für eine Nacht ins CKO komme. Dann werde ich für ein Schlaf-EEG verkabelt, um zu überprüfen, was nachts alles so in meinem Gehirn passiert. Bis dahin werden Mama und Papa – wie immer – das Diazepam griffbereit haben. In der Hoffnung, dass wir es nicht brauchen werden…

Januar = Grippezeit…

Dieses Utensil war in den vergangenen Tagen – leider – im Dauereinsatz. Mich hatte nämlich die Grippe erwischt. Nicht schön, aber für diese Jahreszeit nun mal nichts Ungewöhnliches. Bei mir mit meiner Vorgeschichte ist ein Infekt mit hohem Fieber aber so eine Sache…

Am letzten Wochenende ging es plötzlich los: 39,6 Grad Fieber. Mama und Papa geben mir in solchen Fällen dann sofort Nurofen- und Paracetamol-Zäpfchen (anstatt -Saft; der geht bei mir mit meinem starken Reflux gar nicht, den würde ich im hohen Bogen wieder ausspucken…) im Wechsel. Warum ich sofort fiebersenkende Mittel kriege? Ich habe ja im Zuge meiner damaligen Epilepsie-Erkrankung weiterhin eine latente, höhere Krampfbereitschaft. Deshalb haben Mama und Papa auch für Notfälle Diazepam zuhause, ein Akut-Medikament. Und hohes Fieber kann natürlich einen Krampf auslösen – und den wollen wir tunlichst vermeiden…

Mama und Papa sind deshalb mit mir auch sofort zu unserer Kinderärztin gefahren, um gegenzuchecken, ob es denn bei mir „nur“ die Grippe ist… Naja, so hing ich die ganze Woche ziemlich durch. Aber jetzt seit diesem Wochenende bin ich wieder fit – und freue mich wieder auf die Schule!